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Lowitz, Siegfried | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Siegfried Lowitz (*22.September 1914 in Berlin; +27.Juni 1999 in München). Siegfried Lowitz wurde am 22. September 1914 in Berlin geboren. Seine Schauspielerausbildung absolvierte er in Frankfurt a.M. und gab dort auch sein Theaterdebüt; später führten ihn Engagements nach Mainz, Breslau sowie nach Gießen und schnell wurde er als Charakterdarsteller bekannt. Nach Kriegsende spielte Lowitz zunächst Kabarett, stand dann bei Heinz Hilpert am Deutschen Theater in Göttingen auf der Bühne und war zwischen 1952 und 1956 bzw. 1962 und 1968 Ensemblemitglied der Münchener Kammerspiele. Nach ersten winzigen Nebenrollen wie 1953 in "Meines Vaters Pferde" folgten größere Parts und Lowitz profilierte sich als verlässlicher Darsteller auf der Leinwand. Bereits in den 50er und 60er Jahren jagte er im Film als Kommissar den Ganoven hinterher, eine Rolle die ihn später als "der Alte" berühmt machen sollte und fest mit seinem Namen verbunden bleibt. So war Lowitz schon 1956 in "Das Sonntagskind" der Kriminalinspektor, 1958 spielte er in "Gestehen Sie, Dr. Corda!" und "Es geschah am helllichten Tag" den Inspektor Guggitz bzw. Heinzi. In dem Wallace-Streifen "Der Frosch mit der Maske" versuchte er 1959 als Kommissar Elk den Mörder zur Strecke zu bringen und 1961 war er in "Der Fälscher von London" schon zum Oberinspektor aufgestiegen. Ein Jahr später agierte er als Kommissar Brahm in "Die Unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse" und in "Der Hexer" war er 1964 der Warren; das Jahr darauf übernahm er dann - ganz untypisch - die Rolle des Sir Richard in "Der Unheimliche Mönch". Gemeinsam mit Horst Tappert als Gentlemen-Verbrecher stand Lowitz 1966 als Dennis MacLeod für den legendären Straßenfeger "Die Gentlemen bitten zur Kasse" vor der Kamera. Obwohl der Kriminalfilm seine Domäne war, spielte Lowitz bei Film und Fernsehen auch ganz anders geartete Rollen. So war er z. B. 1956 der Stadtkämmerer Rosenkranz in "Der Hauptmann von Köpenick", 1958 der Benzel in "Der Schinderhannes" oder 1967 der Biedermann in der TV-Produktion "Biedermann und die Brandstifter"; für seine Rolle in der Hans-Fallada-Verfilmung "Der Trinker" erhielt Lowitz 1969 die "Goldene Kamera". 1977 wurde der Schauspieler dann mit der Figur des Kommissar Erwin Köster in der TV-Serie "Der Alte" betraut und zählt bis heute neben "Kommissar" Erik Ode und "Derrick" alias Horst Tappert zu den erfolgreichsten und berühmtesten "Kriminalern" der Fernsehgeschichte. Bis 1986 blieb Lowitz "Hüter von Recht und Ordnung"; in der 100. Folge "Zwei Leben" ließ er sich dann erschießen, um jede Rückkehr in der Serie auszuschließen; die Rolle des "Alten" wurde danach von Produzent Helmut Ringelmann mit Rolf Schimpf besetzt. Aber auch nach seinem Abschied vom "Alten" blieb Lowitz - allerdings nun als Ganove - dem Krimi treu: in der 170. "Derrick"-Folge (Eine Art Mord) spielte er 1988 einen Verbrecher, der nach langen Jahren der Haft entlassen wird, und sich auf die Suche nach der Beute begibt. Danach widmete sich Lowitz mehr seinem Privatleben, übernahm nur selten Rollen oder spielte Theater; letztmalig sahen ihn die Fernsehzuschauer 1997 in dem Stück "Mein Freund Harvey" sowie 1998 als Gast von Alfred Biolek in dessen Talkshow "Boulevard Bio". Siegfried Lowitz, der mit Marianne Probst verheiratet war, verstarb am 27. Juni 1999 im Alter von 84 Jahren in München; er war seit einigen Jahren an Anämie erkrankt. Siegfried Lowitz war in den folgenden Derrick-Folgen zu sehen: Folge 3: "Stiftungsfest" als August Bark Folge 170: "Eine Art Mord" als Werner Rutger | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||